Romanschreiben 01 – Wie finde ich die richtige Idee?

(*Der Beitrag beruht auf eigenen Erfahrungen und Vorschlägen. Keine Haftung.)

Liebe*r Leser*in,

Willkommen zum ersten Teil der Blogreihe »Wie schreibe ich einen Roman?« Grundstein eines jeden Projekts ist immer die »Idee«. Ohne kann man schließlich weder mit der Planung beginnen, noch den Inhalt, das Ziel oder den zeitlichen Rahmen näher definieren. Sprich: ohne Idee, kein Renommee! Oder so ähnlich.😂

Die Inhalte lauten also:

Was ist eine Idee und wie wir sie definiert?

Laut Duden kann eine Idee auf dreifache Weise definiert werden:

1. Philosophie: einem Ereignis zugrundeliegender Bezeichnung der Dinge oder eine Bezeichnung eines Gegenstands auf einem hohen Level der Abstraktion – z.B. Idee des Bösen, Reich der Ideen, etc.

2. Vorstellung: Modell/Vorbild, dass das Denken und das Handeln vorgibt – z.B. für eine Idee Schmerzen in Kauf nehmen, für eine Idee geradestehen, die Idee von der individuellen Freiheit, etc.

3. Allgemein: Inspiration, Vorhaben, Gedanke – z.B. eine bescheuerte Idee, plötzlich tat sie in ihren Gedanken eine Idee auf, jemandes Idee ignorieren, etc.1

Selbstverständlich gehen wir in diesem Beitrag von der Definition Nr. 3 aus, betrachten als Idee also einen konstruktiven Einfall, dem unser Roman zugrunde liegt.

Mehr als ein Gedanke muss es anfangs auch nicht sein, dass ist das Schöne daran. Die genaue Ausarbeitung folgt danach.😉

Wie finde ich die richtige Idee für meinen Roman?

Es ist wichtig, sich von Kategorien wie »richtig oder falsch« beim Romanschreiben zu lösen. Denn tatsächlich gibt es keine falschen Ideen, sondern nur jene, die sich schwer verkaufen lassen oder nicht zu den aktuellen Trendströmungen am Markt passen. Ja, auch der Buchmarkt selbst sollte beim Romanschreiben bzw. der Themenwahl nicht außer Acht gelassen werden. Spätestens bei der Verlagssuche, aber auch im SB* ist er ein wichtiger, zu berücksichtigender Faktor. Aber dazu im nächsten Beitrag mehr.

Wie findet man nun eine stimmige Idee?

Eine Frage für die es leider keine pauschale Antwort gibt.😌 Inspiration entsteht zumeist durch sogenannte äußere Reize, die durch die Umwelt ausgelöst werden und die in unserem Gehirn eine Reaktion, also einen Eindruck hervorrufen. Der Reiz selbst kann dabei visuell, akustisch, sensorisch oder olfaktorisch aufgenommen werden.

Die Liste der Beispiele lässt sich beliebig fortsetzen. Man erkennt jedoch deutlich, was mit äußeren Reizen gemeint ist. Indem man sich umsieht und seine Gedanken schweifen lässt, findet man genug Inspiration, dass es für mehrere Leben reichen würde. Recht einfach, findest du nicht auch? Keine Sorge – der schwere Teil kommt noch. Nämlich im nächsten Schritt, wenn die anfängliche Idee in ein Konzept umgewandelt werden muss.

*Self publishing: Buch wird von Autor selbst verlegt und nicht über einen Verlag bzw. Agentur.

Die Idee weiterentwickeln

Du hast also eine Idee, wovon dein Roman handeln könnte. Sehr gut, aber das reicht leider nicht. Denn nur mit einer vagen Vorstellung, lässt sich meiner Erfahrung, kein Buch schreiben. Im nächsten Schritt folgt daher die Weiterentwicklung der Idee, die genauso mannigfaltig ist, wie die Ideenfindung selbst.  

Das Genre als entscheidender Faktor

Mach dir bewusst, in welchem Genre die Geschichte spielen soll. Jedes Buchgenre ist mit bestimmten Stereotypen verbunden, was dazu passt oder darin vorkommen sollte/kann. Anhand dieser Informationen kannst du deine Idee weiterentwickeln.

Allgemeinhin lassen sich unzählige Genrearten lokalisieren, die in fiktionale und non-fiktionale Literatur gegliedert werden können.

Fiktionale Genre: Krimi, Thriller, Romance, Fantasy, Horror, Reisegeschichten, Science Fiction, Familienromane, etc.

Non-fiktionale Genre: Sachbücher, Fachbücher, Ratgeber, Biografien

Damit ist es aber noch nicht getan. 🤗 Denn jedes Genre lässt sich unterteilen, in sogenannte Subgenre. Und davon gibt es mittlerweile eine beachtliche Menge.

Subgenre: Urban Fantasy, historischer Liebesroman, Animal Fiction, Romantasty, Horrorthriller, etc.

Oft hilft dir das bei der Weiterentwicklung deiner Idee weiter, löst die Recherche doch immer neue Reize aus, die dir als Inspiration dienen können.

Hilfsmittel Brainstorming: unnötig oder hilfreich?

Eine weitere Möglichkeit der Weiterentwicklung ist das allseits bekannte Brainstorming. Ursprünglich Ende der 1940er Jahren entwickelt, um mittels spontaner Einfälle eine Lösung für ein Problem zu finden, zählt es heute wohl zu den bekanntesten Tools der Ideenentwicklung.2 Grund dafür ist wohl, dass jeder es überall und jederzeit, mit geringen Kosten-, Energie- und Zeitaufwand durchführen kann.

Ob klassisch, mit Stift und Papier oder modern, mittels Notizapp am Smartphone oder via virtuellen Tools am Computer, spielt dabei keine Rolle. Zur Veranschaulichung ziehe ich die klassische Variante heran, da ich diese persönlich bevorzuge.

Wie die Grafiken verdeutlichen, gibt es ein Überthema – in diesem Fall Archäologie – und zahlreiche Unterthemen, die ebenfalls untergliedert werden. Die Gliederung kann direkt bei der Erstellung der Grafik vorgenommen werden (für Fortgeschrittene) oder später, indem man den ersten Entwurf noch einmal auf ein neues Blatt überträgt. Wem ein Blatt nicht reicht, kann natürlich auch anders vorgehen. Z.B. mittels Pinnwand, wo mit mehreren Blättern gearbeitet werden kann oder eben online.

Was kommt danach?

So, die Idee ist gefunden und eine grobe Übersicht erarbeitet. Schreib sie am besten irgendwo in einigen Stichwörtern nieder, damit du sie nicht vergisst. Danach folgt schon der nächste Schritt auf der Reise zum Roman. Nämlich das gezielte Planen und Analysieren, aller damit verbundenen Faktoren.

Aber dazu im nächsten Beitrag mehr, am ❗15.02.2023❗.

Bis bald – alles Liebe und bleibt gesund!

Eure Kerstin

© K.ST.

Quellen:

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