Der unentschlossene Wanderer

Einen Entschluss zu fassen, ist für einige Menschen sehr einfach, für andere hingegen unglaublich schwer. Tatsächlich kann es äußerst kompliziert sein, eine Entscheidung zu treffen, was an vielen verschiedenen Faktoren liegen kann. Vor allem, wenn man keine Ahnung hat, was man selbst von einer Situation hält oder was man eigentlich erreichen will, kann zu Ungewissheit und Unentschlossenheit führen. Es kann aber auch daran liegen, dass mit einem Beschluss bestimmte Konsequenzen verbunden sind, die nicht mehr rückgängig zu machen sind, wenn er erst getroffen wurde und man genau davor Angst hat. Genauso gut kann es auch die fehlende Erfahrung sein, durch welche man der Flut an denkbaren Möglichkeiten schutzlos gegenübersteht und die eine Entscheidung unmöglich macht. Veränderung scheint erst möglich, wenn endlich ein Hoffnungsschimmer am Horizont aufleuchtet. Ob dieser allein aber ausreichend ist, um entschlussfreudiger zu werden, bleibt offen.

Die Gefahr der Unentschlossenheit

Einst lebte ein junger Mann in einem weit entfernten Land, der für seine Entscheidungsunfreudigkeit allgemein bekannt war. Schon als Kind bereitete es ihm große Probleme, eine Wahl zu treffen. Wurde trotzdem ein Entschluss von ihm verlangt, und sei es ein noch so unbedeutender, wie der, ob er sein Haar lang oder kurz tragen wollte, wusste er darauf keine eindeutige Antwort und wählte oftmals einen Mittelweg. Dies endete eines Tages damit, dass er die Hälfte seiner Haare am Kopf kurz geschnitten trug, während die andere Hälfte lang blieb. Jene und viele weitere ähnliche Situationen erheiterte zwar die Bewohner der Stadt, in welcher der Junge wohnte, wohingegen sein Verhalten für seine Eltern einer Katastrophe gleichkam. „Wie willst du jemals auf eigenen Beinen stehen, wenn du dich bei nichts entscheiden kannst? So geht das nicht. Irgendwann muss jeder Mensch einen Beschluss in seinem Leben fassen.“, schimpfte die Mutter regelmäßig mit ihrem Kind.

Auch der Vater war höchst unzufrieden mit dem Sohn. Eines Tages verlor er die Geduld und nahm sich der Angelegenheit an, indem er dem Jungen einen Apfel und eine Birne reichte. „Es ist ganz einfach eine Entscheidung zu treffen. Denk einfach daran, welche Option dir mehr Freude bereitet, wenn man dich wählen lässt. In diesem Fall, welche Frucht willst du lieber essen?“, sprach er und versuchte den Jungen zu einer Entscheidung zu bringen. Dieser geriet dadurch aber in arge Bedrängnis, denn er wusste weder ein noch aus. Stundenlang grübelte er über die Frage nach, konnte aber letztendlich keine Wahl treffen, da er beide Obstsorten gerne aß und ihr Genuss ihm gleichermaßen Freude bereiten würde. Schließlich überraschte er die Eltern, indem er das Obst zur Seite legte und zum Zwetschgenbaum* im Garten ging, von dem er begeistert die Früchte aß. „Liebes Kind, halt ein! Die Früchte sind noch nicht reif. Du wirst dir den Magen verderben!“, riefen Mutter und Vater entsetzt, womit sie auch Recht behalten sollten. Der Junge aber war zufrieden mit dem Ausgang der Situation, hatte er sich auf diese Weise doch erneut vor einer Wahl gedrückt.

*als Zwetschken werden in Österreich eine Unterart der Pflaume verstanden

Die Wanderschaft

Auch als der Junge erwachsen wurde, änderte dies seine Unentschlossenheit nicht, wenngleich sie ihm nun deutlicher als früher das Leben schwermachte. So war es ihm unmöglich eine Arbeit dauerhaft zu behalten, weshalb er weiterhin auf die Eltern angewiesen war. Ebenso verhielt es sich mit der Aufgabe eine Frau zu finden und eine eigene Familie zu gründen, denn die Meisten sahen seine Gesellschaft als Bürde an und mieden ihn aus diesem Grund. Daher verbrachte er viel Zeit alleine, in welcher er oftmals ziellos durch die Stadt streifte. So auch eines Abends. Nachdem er viele Stunden herumgelaufen war, ließ er sich mutlos an einem Brunnen nieder und sah eine Weile dem plätschernden Wasser zu. Er hatte allen Mut verloren sich irgendwann doch noch ändern zu können. Und selbst wenn er es versucht hätte, hätte er gar nicht gewusst, wie er es richtig anpacken sollte, weshalb er seine Überlegungen ganz einstellte und hoffnungslos vor sich hinstarrte. Da ließ sich ein alter Mann neben ihm nieder und dehnte seine geschundenen Glieder. „Ein schöner Abend, findest du nicht? Gab kaum jemals einen Schöneren.“, meinte er gutgelaunt und blinzelte seinem Sitznachbarn aus unglaublich schönen, grünen Augen zu. „Weiß nicht, vielleicht.“, murmelte der Angesprochene abwesend. „Nanu? Was bekümmert dich so sehr, dass du für die Pracht um dich herum derart blind bist?“, wollte der Alte daraufhin neugierig wissen.

Verzagt erzählte der junge Mann von seiner Qual. Nachdem er geendet hatte, klopfte ihm der Greis aufmunternd auf die Schulter. „Wenn das so ist, musst du auf Wanderschaft gehen. Diese wird dir dabei helfen dein Problem anzugehen und es schlussendlich sogar lösen.“, sprach er gänzlich überzeugt von seinen Worten. Sein Gesprächspartner sah ihn jedoch unsicher an. „Wie soll das möglich sein?“, fragte er schließlich niedergeschlagen. Der Fremde grinste. „Auf dem Weg gibt es immer mehrere Möglichkeiten der Wahl. So kannst du links oder rechts, vor oder zurückgehen. Aber um überhaupt zu gehen, musst du dich zwangsläufig erst einmal entscheiden, dem Weg zu folgen, verstehst du? Hier hast du etwas Proviant und einen Wanderstock. Geh sofort los und sprich mit niemanden, bis du die Stadt verlassen hast. Deine Eltern will ich benachrichtigen.“, erklärte der alte Mann und übergab die besagten Gegenstände, „Wenn du in Zukunft glücklich sein willst, tust du, was ich dir sage. Solltest du auf dem Weg Hilfe benötigen, zögere nicht darum zu bitten. “ Von diesen Worten überzeugt, stand der junge Mann augenblicklich auf und machte sich auf dem Weg.

Der erste Versuch

Er wanderte die ganze Nacht hindurch, sodass er die Stadt schon bald weit hinter sich zurückgelassen hatte. Der Weg führte eine gerade Straße entlang, die ihm jegliche Entscheidung, wohin er sich wenden sollte, abnahm. Bisher war ihm niemand begegnet, weshalb er seinen Gedanken nachhängen konnte. Mit jedem Schritt den er tat, fragte er sich mehr, welcher Teufel ihn geritten hatte auf den Rat des Alten zu hören und auf Wanderschaft zu gehen. Er bezweifelte, dass ihm dies wirklich helfen würde und überlegte sogar, ob es sich dabei nicht um einen Scherz der Stadtbewohner handelte, die ihn auf den Arm nehmen wollten. Daran dachte er, als er plötzlich auf eine Wegkreuzung stieß. „Und wohin soll ich nun gehen?“, fragte der junge Mann verzweifelt, als er Hufgeklapper hinter sich hörte. Ein Esel ritt auf ihn zu, der eine schöne Frau auf seinem Rücken trug. „Na, weißt du nicht, wohin du gehen sollst?“, fragte sie lächelnd, woraufhin der Wanderer hilflos den Kopf schüttelte.

„Es ist wahrlich keine leichte Entscheidung. Gehst du nach links, kommst du in einen Wald, hinter dem ein kleines Dorf liegt, in welchem man gut verweilen kann. Wählst du den rechten Weg, musst du ein Gebirge besteigen, von dem du eine großartige Aussicht über das Land hast und auf dessen Gipfel ein Kloster gebaut wurde, in welchem du viel lernen kannst. Fasse deinen Entschluss demnach weise. Solltest du zu keinem kommen, kann dies schwere Folgen nach sich ziehen, denen du nicht so einfach entgehen wirst.“, sprach sie augenzwinkernd und offenbarte ihm dabei zwei grüne Augen, die ihm seltsam vertraut vorkamen. Bevor der junge Mann jedoch etwas erwidern konnte, ritt sie auch schon auf dem Esel davon.

Noch lange nachdem sie verschwunden war, dachte der Wanderer über die Worte nach. Doch egal wie sehr er sich anstrengte, konnte er zu keiner Entscheidung kommen. Also ging er geradeaus zwischen den Wegen hindurch und weiter in die unerschlossene Wildnis. Schon bald musste er aber einsehen, dass dies ein Fehler gewesen war. Unwissentlich war er in ein Sumpfgebiet gelangt, in welchem er sich hoffnungslos verirrte. Mehrmals drohte er sogar im Morast zu versinken, wovor er sich jedes Mal nur knapp retten konnte. Stunden später wollte er erschöpft aufgeben, als ein Esel unvermittelt vor ihm auftauchte. Verdutzt betrachtete der Wanderer das Tier. Er war sich vollkommen sicher, dass es sich dabei um denselben Esel handelte, dem er zuvor auf der Straße begegnet war. Von seiner Reiterin fehlte jedoch jede Spur. „Lieber Esel, kannst du mir helfen und mich zurück zur Straße bringen?“, bat der junge Mann ehrfürchtig. Da sah ihn der Esel aus auffallend grünen Augen heraus an, schrie einmal laut auf und trabte los. Nach kurzer Zeit gelangten sie zurück auf den Weg. Erleichtert drehte sich der Mann um, um seinem Retter für die notwendige Hilfe zu danken, doch dieser war verschwunden. Achselzuckend ging der Wanderer daraufhin weiter.

Der zweite Versuch

Nach vielen weiteren Stunden gelangte der Wanderer in einen tiefen Wald, in welchem völlig allein zu sein glaubte, bis er auf einen Wagen stieß, der achtlos am Wegesrand abgestellt worden war. Gleich daneben saß ein Mann, der gerade dabei war, ein kaputtes Rad zu reparieren. „Ah, ein Helfer. Wärt Ihr so gut mit zur Hand zu gehen? Dann will ich Euch auch angemessen dafür belohnen.“, meinte dieser erfreut, als er den Wanderer bemerkte. Der junge Mann stimmte zu und gemeinsam flickten sie das Rad, dass der andere anschließend gekonnt am Wagen befestigte. „Ich danke Euch für Eure Mühe. Ich fahre direkt in das nächste Dorf und nehme Euch mit, wenn Ihr wollt.“, meinte der Mann und grinste den Wanderer mit funkelnden grünen Augen an, „Andererseits verpasst ihr dann ein gutes Wirtshaus, das man leicht erreicht, wenn man einen kleinen Umweg geht. Ihr müsst euch also entscheiden, was euch mehr lockt. Wählt gut.“

Während der Mann sich auf den Kutschbock schwang, überlegte der Wanderer fieberhaft, was er tun sollte. Es wäre traumhaft, nicht mehr laufen zu müssen, da er unglaublich müde war. Genauso schön wäre es aber auch, eine gute Mahlzeit serviert zu bekommen. Da er sich wie üblich zu keinem endgültigen Entschluss durchringen konnte, tat er das Naheliegendste und beschloss an Ort und Stelle zu bleiben. Der Fahrer war darüber sehr überrascht. „Wie Ihr wollt. Ich hoffe Ihr bereut Eure Wahl nicht irgendwann.“, sprach er schließlich, trieb die Pferde an, die den Wagen zogen und fuhr davon.

Es dauerte nicht lange, als dunkle Wolken über den Himmel zogen und die Sonne verdeckten. Innerhalb weniger Minuten begann es kräftig zu regnen, sodass der Wanderer nass bis auf die Knochen wurde. Verzweifelt machte er sich erneut auf den Weg, auf der Suche nach einem Unterstand, wo er das Gewitter vorüberziehen lassen konnte. Die Straße hatte sich aber in eine schlammige Rutschbahn verwandelt, weshalb er nur mühsam vorankam. Mit letzter Kraft kletterte er einen Hügel hinauf, bevor er erschöpft zusammenbrach. „Hätte ich mich nur entscheiden können, dann ginge es mir jetzt sicher besser. Kann mir denn gar niemand helfen?“, jammerte er, als ebenda ein Falke vom Himmel stieß, seine Jacke packte und ihn zum Aufstehen animierte. Der junge Mann tat wie geheißen und erhob sich schwerfällig. Er folgte dem Tier, dass ihn wenige Meter weit zu einer alten Hütte führte. Die Augen des Falken blitzten leuchtend grün auf, als er den Wanderer ein letztes Mal anblickte, bevor er davonflog. Dem jungen Mann blieb keine Zeit sich darüber zu wundern. Kaum hatte er den trockenen Zufluchtsort betreten, sackte er auch schon zusammen und fiel in tiefen Schlaf.

Ein hilfreiches Gespräch

Am nächsten Morgen erwachte der Wanderer bei gleißendem Sonnenschein. Er verweilte nicht länger in der Hütte, sondern setzte seine Reise weiter fort. Eine Weile folgte er der Straße bergauf, die ihn direkt in das Gebirge führte. Der junge Mann wunderte sich sehr darüber, zumal der Weg durch den Wald doch direkt in ein Dorf führen sollte. Das Gebirge sollte hingegen in der anderen Richtung liegen. Trotz des steigenden Zweifels ging der Wanderer weiter und gelangte bald darauf zu einer Höhle, vor dem ein kleines Mädchen saß, dass einen Berg Kartoffeln schälte. „Ich kenne dich nicht, sag, was führt dich zu mir?“, fragte sie und schüttelte dabei Strähnen ihres langen blonden Haares aus den grünen Augen, um ihn besser sehen zu können. Der junge Mann setzte sich neben sie und erzählte ihr alles, was es zu erzählen gab. Das Mädchen hörte geduldig zu, bevor sie weise sprach: „Nun, es ist wahr. Manchmal ist es schwer eine Wahl zu treffen. Aber bedenke, dass es auch ein Entschluss ist, keinen Entschluss zu treffen.“ Der Wanderer stutzte bei ihren Worten. „Das verstehe ich nicht.“, gab er schließlich verwirrt zu.

„Bei allen Geschehnissen auf deiner Reise wurde von dir verlangt, dich für eine von zwei Optionen zu entscheiden. Du hast keine davon gewählt, sondern bist deinen eigenen Weg gegangen.“, meinte sie geduldig. „Aber, das hat sich doch immer als falsch herausgestellt! Jedes Mal musste ich teuer dafür bezahlen.“, rief der junge Mann ungehalten. „Stimmt, das hast du. Dir ist dabei jedoch völlig entgangen, dass du dich dabei im Grunde trotzdem jedes Mal zu einer Entscheidung durchgerungen hast. Nämlich es nicht so zu tun, wie man es dir vorgegeben hat. Das ist auch eine Wahl, was heißt, dass du gar kein Problem damit hast Beschlüsse zu fällen.“, erklärte sie lächelnd und fügte hinzu, als der Wanderer sie ungläubig ansah, „Wenn du mir nicht glaubst, so will ich es dir beweisen. Von hier führen zwei Wege weiter. Einer führt dich direkt in das Dorf, dass du bereits gesucht hast. Der andere Weg bringt dich zum Kloster, wo du viel lernen kannst. Wohin willst du gehen? Bedenke, dass nur zählt, was du selbst dir am Meisten wünscht.“

Auf die Unentschlossenheit folgt die Entschlossenheit

Mit einem Mal wurde dem Wanderer klar, was ihm das Mädchen versuchte verständlich zu machen. Seine Not bestand nicht etwa darin, sich nicht entscheiden zu können, sondern ergab sich vielmehr aus seiner Unfähigkeit heraus, seine Wünsche durchsetzen zu können. Denn wie ihm soeben verdeutlich worden war, gab es nicht immer nur eine Wahl, die aus zwei unterschiedlichen Möglichkeiten bestand. Wenn er damit nicht zufrieden war, konnte er sich ohne schlechtes Gewissen auch für etwas gänzlich anderes entscheiden, solange er auf sich selbst vertraute. Erfüllt von dieser Erkenntnis stand der junge Mann auf. „Ich weiß, was nun zu tun ist und folge meinem freien Willen, indem ich nach Hause gehe. Das ist meine endgültige Entscheidung. Was ich in Zukunft beschließe, will ich auch durchführen, egal wer dagegenspricht.“, meinte er selbstbewusst. Das Mädchen klatschte daraufhin begeistert in die Hände. „So soll es sein. Folge dieser Ziege, sie wird dich führen und sicher zu deiner Familie zurückführen.“, sprach das Mädchen und rief das Tier herbei, das wie aus dem Nichts erschien.

Gemeinsam machten sich das Tier und der Mann auf den Weg. Nach einer Weile bemerkte dieser verblüfft, dass die Ziege wirklich zu wissen schien, wohin sie gehen mussten. Bei jeder Rast sah ihn das Tier aus vertrauensvoll glänzenden grünen Augen an, weshalb er ihr ohne Vorbehalte folgte. In seiner Heimatstadt angekommen, führte er sie direkt in den Stall seines Hauses, bevor er endlich die Eltern aufsuchte. Diese waren äußerst erleichtert ihren Sohn gesund wiederzusehen. Sie hatten entsetzliche Sorgen ausgestanden, als er plötzlich und ohne jedes Wort verschwunden war. Der junge Mann hörte erstaunt, dass ihn alle Stadtbewohner tagelang ohne Erfolg gesucht hatten. „Aber, hat euch der Alte nicht davon berichtet, dass ich mich auf Wanderschaft begeben habe? Er hatte es mir nämlich versprochen.“, fragte der Wanderer verwirrt. Doch niemand hatte je von diesem Fremden gehört. Als sich die Ankunft des jungen Mannes schließlich herumgesprochen hatte, beschlossen man, ein großes Fest zu Ehren seiner Rückkehr zu feiern.

Das Fest war im vollen Gange, als der junge Mann sich davonstahl und zur Ziege ging, bei der er sich mit besonders guten Futter für ihren Einsatz bedanken wollte. Doch kaum hatte er den Stall betreten, wurde er enttäuscht. Das Tier war verschwunden. An seiner Stelle fanden sich jedoch zahlreiche grüne, glänzende Smaragde, sowie eine kleine hölzerne Tafel, die dem Schutzgott der Hoffnungslosen und Entscheidungsunfreudigen zuzuordnen war. Nach und nach begriff der junge Mann, dass ein Gott ihn geführt hatte und durch das Erscheinen aller grünäugiger Wesen, denen er auf der Reise begegnet war, verkörpert worden war. Aus Dank für seine Hilfe erbaute der Gerettete mit dem Geld, dass er für die Smaragde bekam, am Rande der Stadt einen Tempel zu Ehren der Gottheit. Damit schuf er einen Ort, an den alle Unglücklichen kommen und Hilfe finden konnten, die das Leben und seine zahlreichen Wahlmöglichkeiten zum Verzweifeln brachten. Der junge Mann aber war durch den göttlichen Eingriff von diesem Leiden für immer geheilt und verbrachte sein restliches Leben vollkommen glücklich und zufrieden.

K.ST.

Gedanken der Autorin:

Im Gegensatz zum jungen Mann fiel es mir keineswegs schwer, diese Geschichte zu schreiben und über die darin vorkommenden Handlungsstränge zu entscheiden. Auf die Idee dazu kam ich tatsächlich, als ich aus dem Homeoffice an meine Arbeitsstätte zurückkehrt bin. Denn plötzlich wurde ich mit deutlich mehr Wahlmöglichkeiten und daraus resultierenden notwendigen Entscheidungen konfrontiert, die für lange Zeit einfach keine Rolle gespielt haben. Dabei handelte es sich zwar nur um kleine, kaum nennenswerte Beschlüsse (z.B. bei der Anreise, bei der Vorbereitung meiner Jause, der Anpassung an die Wettergegebenheiten), die mich jedoch ganz schön beschäftigt haben. 😁

Ging euch das auch so?

Das Bild zu malen, war hingegen kein Problem (langsam werde ich ein wenig routinierter, als am Anfang, was sich hoffentlich auch in der Qualität der Bilder widerspiegelt 🖌). Ich hoffe es gefällt euch, genauso wie mir, obwohl es etwas einfacher gehalten ist.

Falls ihr das zur Geschichte gehörende Zitat der Woche noch nicht gelesen habt oder es euch noch einmal anschauen wollte, könnt ihr das im Menü unter Zitat der Woche – Woche 13.

Wenn euch die Kurzgeschichte gefallen hat, könnt ihr sie gerne „liken“ und/oder einen Kommentar dazu am Blog oder auf Social Media (Instagram: fabel.tastisch, Facebook: Fabel.tastisch) hinterlassen. 😊

Viel Spaß beim Lesen,

Eure Kerstin von fabel.tastisch

Veröffentlicht von kerstin.steinbrecher

In diesem Blog werden Kurzgeschichten in Form von Fabeln und dazu passende Illustrationen veröffentlicht. Gergänzt werden diese durch das Zitat der Woche. Gerne könnt ihr die Geschichten liken, teilen und kommentieren . Auch auf Facebook (unter: Fabel.tastisch) und auf Instagramm (unter: fabel.tastisch), bin ich zu finden.

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